Lernen auf den letzten Drücker – so geht’s !

Lermem auf den letzten Drücker

Jeder kennt es. Jeder hat es schon getan. Lernen auf den letzten Drücker.

Ich bekenne mich schuldig. Auch ich bin einer von diesen Last-Minute-Lernern. Meistens jedenfalls.

Woran liegt das? Ich glaube im Fernstudium ist es schlicht und einfach das Zeitproblem.

Bei mir ist es ganz einfach so. Ich arbeite 30 Stunden pro Woche. Ich betreibe diesen Blog, der mich mindestens nochmal 20 Stunden in der Woche auf Trapp hält. Und dann muss ich noch lernen. Irgendwo und irgendwie. Ich bekomme es gut hin.

Aber um das zu schaffen, habe ich mir viele Strategien aneignen müssen um mir auch noch Freizeit mit Freunden und Familie freischaufeln zu können. Denn wenn du anfängst zum Alleingänger zu werden, dann kannst du dein Fernstudium gleich an den Nagel hängen. Das hält keiner durch. Glaube ich zu mindestens. Ich könnte es nicht.

 

Zurück zum Thema. Wir haben geklärt:“ Lernen auf den letzten Drücker “ passiert uns öfters. Doch funktioniert das überhaupt? Und wenn ja wie?

Aus diesem Grund habe ich meinen Masterplan für jede Klausur zu Papier gebracht und möchte diesen heute mit euch teilen.

„Trommelwirbel“

Hier ist er. Der Masterplan für alle Fernstudenten, die wieder mal auf den letzten Drücker lernen wollen. Und jetzt von Bücherstapeln, Wortkotze und Panik erdrückt werden.

1. Verschaffe dir einen Überblick

Es sind wieder mal mehr als fünf Studienhefte und du fragst dich, wie du die, in der kurzen Zeit lernen willst? Erst mal ruhig durchatmen. Das geht schon. Du solltest dir zunächst einen Überblick verschaffen, was du überhaupt alles zu lernen hast. Ich hatte schon öfters die große Überraschung, dass in einem Heft gar nicht so viel drin steht, wie es im ersten Moment ausgesehen hat.

Mein Tipp: In vielen Facebook-Gruppen zum jeweiligen Modul gibt es Themenübersichten über die vergangenen Prüfungsaufgaben. Wenn es keine gibt, frag einfach deine Mitstudenten. Wenn du zumindest ungefähr eine Ahnung hast, welche Themen abgefragt werden, erleichtert dir das, das Lernen.

2. Zeit einschätzen

Als nächstes musst du dir darüber im Klaren werden, wie viel Zeit du wirklich noch hast bis zur Klausur. Und das am Besten in Lernstunden. Eine Woche ist nicht viel. Das klingt erst mal ganz schön erschreckend. Aber… Überlege dir genau, wie viele Stunden du dir frei schaufeln kannst um zu lernen. Das beruhigt meistens, weil es sich nach mehr anhört.

Dann solltest du wirklich jede Stunde mit einem Thema belegen. Oder einer Aufgabe. Wie zum Beispiel das Zusammenfassen der Themen. Denn das ist ganz wichtig. Alles, aus allen Heften, kannst du eh nicht lernen. Auch wenn du länger Zeit hättest. Deswegen ja auch die Themenmatrix, die du dir zuvor beschafft hast. Wirklich nur das Lernen was wichtig ist. Wenn du was nicht verstehst, kannst du es ja nochmal genauer nachlesen.

Und dann ein Tipp: Lernen auf den letzten Drücker bedeutet, dass du jede freie Zeit nutzen solltest, die du hast. Im Zug, in der Mittagspause, vor dem Fernseher in den Werbepausen und vor dem Schlafen gehen.

Ich zum Beispiel muss jeden Tag eine Stunde in die Arbeit fahren. Diese Stunde ist Gold wert. Und da ich abends nun mal gerne Serien schaue, oder einen Film, versuche ich in den Werbepausen, mir vor allem Merksätze einzuprägen.

3. Lernort festlegen

Ganz wichtig. Die Stunden, die dir bleiben musst du so effektiv wie möglich nutzen. Das bedeutet, wenn du Zuhause bist, solltest du dir das ruhigste Plätzchen im Haus oder der Wohnung suchen.

Der Tisch sollte groß genug sein, um alles darauf ausbreiten zu können. Denn wenn du ständig umräumen musst, dann bist du mehr mit Räumen beschäftigt als mit Lernen.

Viele Studenten können auch gut in der Bibliothek lernen. Ich sehe das ganz einfach so. Wir Fernstudenten müssen meistens abends lernen. Und da hat die Bib schon zu. Außerdem wohnt nicht jeder in einer großen Stadt wo es überhaupt eine Unibibliothek gibt. Aber wenn man frei hat, finde ich, ist das tatsächlich der beste Ort zum Lernen. Nachschlagewerk ohne Ende. Der ruhigste Ort den ich kenne.

Aber auch hier wieder der Tipp: Man kann auch im Zug und in den Werbepausen gut lernen. Im Zug sind Karteikarten sehr hilfreich und Audioaufnahmen. Was es damit auf sich hat, erkläre ich euch gleich.

4. Lernstrategie aufstellen

Zunächst einmal. Lernen auf den letzten Drücker ist ja grundsätzlich auch schon mal eine Strategie. Bei mir hat die eigentlich ziemlich oft gut funktioniert.

Aber dahinter steckt mehr. Nur noch eine Woche Zeit haben, ist nicht für jedermann etwas. Manche lernen schneller als andere und lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Wenn man das nicht kann, sollte man sich tatsächlich früher hinsetzten, sonst kommt keine gute Note dabei heraus.

So was mache ich denn außer jede freie Minute effektiv zu nutzen?

Erst einmal lege ich mir alles, was ich für die Lernerei brauche, schon zurecht. Und für die Woche wird das auch gar nicht mehr aufgeräumt. Mein Zeug bleibt liegen wo es ist. Ansonsten muss ich ja jedes Mal von vorne alles hin räumen.

Also was brauch ich?

  • Studienhefte
  • Block und viele viele Stifte (ist ein kleiner Tick von mir, Kugelschreiber und ein bunter Stift reichen natürlich auch)
  • Lineal zum unterstreichen
  • Textmarker (aber bitte nicht zu viel markieren, wenn du fast alles markierst kannst du es auch gleich sein lassen, denn dann ist ja irgendwie alles wichtig und das ist ja nicht Sinn und Zweck. Ich hatte eine Schulfreundin, die ihre Zusammenfassungen immer in den buntesten Markern komplett angestrichen hatte. Gute Noten hatte sich aber nicht, denn ich glaube sie hat sich nur besser gefühlt, wenn alles angestrichen war^^)
  • Notizzettel
  • Karteikarten (Die nutze ich vor allem für die Bahn. Klein und handlich. Da kommen vor allem die Merksätze drauf geschrieben)
  • Handy mit Aufnahmefunktion (So und jetzt zu meinem Super-Trick. Ich erkläre mir meine Lerninhalte laut und nehme das auf. Dann kann ich es am nächsten Tag, in der Bahn nochmal durchhören. Ich lerne sowieso am besten, wenn ich es höre. Und da man im Fernstudium ja keinen Dozenten hat, habe ich diese Aufgabe einfach selbst übernommen)
  • Notfall-Schoki (Die brauchen wir alle manchmal 🙂 )

Das sind all meine Ressourcen für das Lernen auf den letzten Drücker.

Wenn du mehr zum effektiven Lernen erfahren willst, dann kannst du hier meinen kostenlosen Kurs herunterladen.

Ich hoffe der Masterplan hilft euch beim Lernen. Mir hat er bereits ein paar Mal das Leben gerettet. 😀

Ich freue mich auch auf euer Feedback. Gerne könnt ihr hier Kommentare hinterlassen.

 

 

 

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2 Kommentare

  • Tim Antworten

    Hi Annette,

    schöner Artikel mit ein paar guten Ansätzen – danke dafür! 🙂

    Besonders den Punkt „Lernstratgie aufstellen“ halte ich für wichtig. Und auch für gar nicht so einfach! Natürlich ist es hilfreich sich alle relevanten Materialen und eine nützliche Ausrüstung bereitzulegen (gute Auflistung!), aber damit ist es ja bei Weitem noch nicht getan. Für eine richtige Strategie braucht es eine Struktur, sinnvolle Schwepunkte und einen Lernplan. Vielleicht noch eine Lerngruppe oder andere Motivationshacks.

    Oder wie siehst du das? 🙂

    Schöne Grüße
    Tim

    • Annette Antworten

      Hallo Tim,
      vielen Dank 🙂
      Das sehe ich natürlich genauso. Gerade ein Lernplan ist sehr wichtig und gar nicht so schwer umzusetzen.
      Lerngruppen sind im Fernstudium natürlich ein wenig schwieriger zu gestalten, aber in einzelnen Teilbereichen durchaus machbar.

      Die richtigen Schwerpunkte sollte man sich, gerade beim Lernen auf den letzten Drücker, dringend setzen.

      Die Frage ist dann nur, wie viel Zeit einem noch bleibt bis zur Prüfung. Manchmal ist eine Lerngruppe zum Beispiel gar nicht mehr möglich.

      Aber grundsätzlich hast du damit natürlich vollkommen recht.

      Liebe Grüße,

      Annette

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